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Zink (Glycin-Zinkchelat) für Hunde

Zink ist ein essentielles Spurenelement, das dein Hund jeden Tag über die Nahrung aufnehmen muss. Im Körper ist es an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, von der Hautregeneration über die Immunabwehr bis hin zur Zellteilung. In der Maulpflege spielt Zink eine besondere Rolle, denn es kann antibakteriell wirken und gegen geruchsbildende Schwefelverbindungen helfen.

Entscheidend ist die Form: Glycin-Zinkchelat ist Zink, das fest an die Aminosäure Glycin gebunden ist. Diese organische, chelatierte Form ist nach Studien an Hunden etwa doppelt so bioverfügbar wie anorganische Zinkverbindungen wie Zinksulfat oder Zinkoxid. Außerdem ist sie magenfreundlicher, weil weniger freies Zink an der Magenschleimhaut wirkt.

Glycin-Zinkchelat als feines, cremefarbenes Pulver

EIGENSCHAFTEN

Vorteile von Zink (Glycin-Zinkchelat)

  • Chelatierte Form mit guter Bioverfügbarkeit

    Beim Glycin-Zinkchelat ist Zink an die kleine Aminosäure Glycin gebunden. Die Lowe-Studie an Hunden zeigte 37 Prozent Aufnahme für Aminosäure-Chelat versus 29,8 Prozent für Zinksulfat. Andere Studien bestätigen die deutliche Bioverfügbarkeits-Überlegenheit organischer Zinkformen.

  • Antibakterielle Wirkung im Maul

    Zink kann gegen orale Bakterien wirken, die mit Plaque, Zahnfleischreizung und Maulgeruch in Verbindung gebracht werden. Zudem hemmt es die Bildung flüchtiger Schwefelverbindungen, der Hauptursache für unangenehmen Atem. In Mundpflege-Produkten ist Zink deshalb ein klassischer Wirkstoff.

  • Wichtig für Haut, Fell und Wundheilung

    Zink ist Bestandteil zahlreicher Enzyme, die an Zellteilung, Kollagenbildung und Wundheilung beteiligt sind. Bei Hunden mit Zink-Mangel zeigen sich häufig stumpfes Fell, schuppige Haut oder verzögerte Wundheilung. Bestimmte Rassen wie Sibirian Husky oder Alaskan Malamute haben einen besonders hohen Zinkbedarf.

  • Studienlage zur Bioverfügbarkeit

    Mehrere Studien an Hunden vergleichen organische und anorganische Zinkformen. Aminosäure-Chelate fördern höhere Serum-Zinkwerte, bessere Haarretention und höhere Alkalische-Phosphatase-Aktivität als Zinksulfat. Bei phytatreicher Ernährung sind chelatierte Formen besonders im Vorteil.

  • Gute Verträglichkeit

    Glycin-Zinkchelat gilt als magenfreundlicher als anorganische Zinkverbindungen. Übelkeit oder Magenreizungen sind seltener. Bei sehr hohen Dosen kann allerdings auch chelatiertes Zink die Kupferaufnahme beeinflussen, deshalb gehört Zink in dosierte Ergänzungen, nicht in unbegrenzte Mengen.

STECKBRIEF

Was ist Zink (Glycin-Zinkchelat)?

Zink ist eines der wichtigsten Spurenelemente im Hundekörper. Es kommt in fast jeder Zelle vor und ist Bestandteil von über 300 Enzymen, darunter Carboanhydrase, alkalische Phosphatase und Superoxid-Dismutase. Außerdem stabilisiert es viele Proteinstrukturen, ist an der Genexpression beteiligt und gehört zum Kern des Immunsystems. Anders als manche anderen Mineralstoffe kann der Hundekörper Zink nicht speichern, was eine kontinuierliche Zufuhr über die Nahrung nötig macht.

Zink kommt in vielen Futtermitteln vor, in tierischen Produkten wie Leber, Fleisch und Eiern oft besser bioverfügbar als in pflanzlichen wie Hülsenfrüchten oder Getreide. Pflanzliche Zinkquellen enthalten häufig Phytinsäure, die Zink im Darm bindet und die Aufnahme reduziert. Bei phytatreichen Diäten ist eine zusätzliche Zinkversorgung deshalb besonders wichtig, am besten in einer Form, die wenig von Phytat beeinflusst wird.

Die Chelat-Technologie wurde entwickelt, um genau dieses Problem zu lösen. Beim Glycin-Zinkchelat ist das Zinkion stabil an zwei Glycin-Moleküle gebunden. Diese Bindung schützt das Zink vor frühzeitiger Bindung an Phytate oder andere Hemmer im Darm. Die Aufnahme erfolgt teils über Aminosäure-Transporter, teils über klassische Zink-Transporter. Studien zeigen, dass diese Form bei Hund, Huhn, Schwein und Mensch eine deutlich bessere Bioverfügbarkeit hat als anorganische Salze.

IN UNSEREN PRODUKTEN

Produkte mit Zink (Glycin-Zinkchelat)

IN DER PRAXIS

Anwendung bei Hunden

Zink in Form von Glycin-Zinkchelat wird Hunden meist als Bestandteil von Dental-Pulvern, Komplettformeln oder spezifischen Haut- und Fellprodukten gegeben. Der tägliche Zinkbedarf liegt für erwachsene Hunde bei etwa 1 bis 2 mg pro kg Körpergewicht, je nach Alter und Belastung. In Dental-Produkten geht es um lokale Wirkung im Maul, daher sind kleinere Mengen oft sinnvoll. Eine schrittweise Einführung in kleinen Mengen ist empfehlenswert.

Bei Hunden mit bekannten Zinkmangel-Symptomen wie hartnäckigen Hautproblemen, Zinkmangel-Dermatose oder rassebedingtem hohen Bedarf (Husky, Malamute, Bulldogge) gehört die Zink-Versorgung in tierärztliche Beratung. Eine Überdosierung über lange Zeit kann die Kupferaufnahme stören und zu einem sekundären Kupfermangel führen. Bei langfristiger Hochdosierung sollten Zink- und Kupferspiegel regelmäßig kontrolliert werden.

UNSERE EINORDNUNG

Fazit

Bei DOG1 setzen wir auf Glycin-Zinkchelat, weil die Form bei Hunden in mehreren Studien überlegen ist. Bessere Aufnahme, magenfreundlicher und bei phytatreichen Futtern besonders im Vorteil. In unserem Dental Pulver arbeitet Zink lokal gegen Bakterien und Maulgeruch, in All-in-One-Formeln deckt es den täglichen Zinkbedarf mit ab. Wundermittel ist Zink keines, aber als Spurenelement gehört es zur Basisversorgung. Bei spezifischen Hautproblemen oder Mangelverdacht gehört die Versorgung in tierärztliche Hände.

ZUM NACHLESEN

Quellen & Studien

  1. Lowe J. A., Wiseman J., Cole D. J. A. (1994). Absorption and retention of zinc when administered as an amino-acid chelate in the dog. Journal of Nutrition, Vol. 124, Issue 12 Suppl, pp. 2572S-2574S. 10.1093/jn/124.suppl_12.2572S
  2. Pereira A. M., Maia M. R. G., Fonseca A. J. M., Cabrita A. R. J. (2021). Zinc in Dog Nutrition, Health and Disease: A Review. Animals, Vol. 11, Issue 4, Article 978. 10.3390/ani11040978
  3. Pereira A. M., Pinna C., Biagi G., et al. (2020). Effect of Zinc Source and Exogenous Enzymes Supplementation on Zinc Status in Dogs Fed High Phytate Diets. Animals, Vol. 10, Issue 3, Article 400. 10.3390/ani10030400
  4. Nasiri M., Ghasemi H. A., Hajkhodadadi I., Nazaran M. H. (2025). Performance, digestibility, antioxidant activity, immunity, and zinc bioavailability benefits of advanced zinc chelate supplementation in broiler diets: A comparative study. Poultry Science, Vol. 104, Article 105972. 10.1016/j.psj.2025.105972
  5. Bonaventura P., Benedetti G., Albarède F., Miossec P. (2015). Zinc and Its Role in Immunity and Inflammation. Autoimmunity Reviews, Vol. 14, Issue 4, pp. 277-285. 10.1016/j.autrev.2014.11.008