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Mittelkettige Triglyceride (MCT)

MCT klingt technisch, steckt aber in etwas Vertrautem: in der Kokosnuss. Die Abkürzung steht für mittelkettige Triglyceride, eine besondere Art von Fett, die der Körper deines Hundes schneller und einfacher verwertet als gewöhnliches Öl. Es muss nicht aufwendig aufgespalten werden und belastet einen empfindlichen Verdauungstrakt deshalb kaum. Genau darum ist MCT Teil unserer Darmkur: Es liefert leicht verfügbare Energie, ohne den Darm zusätzlich zu fordern. Dass mittelkettige Fettsäuren darüber hinaus auch das alternde Gehirn unterstützen können, macht sie zu einer vielseitigen Zutat.

Ein Häufchen Kokosflocken auf weißem Hintergrund.

EIGENSCHAFTEN

Vorteile von MCT

  • Schonend für einen empfindlichen Darm

    Weil MCT ohne großen Aufwand aufgenommen wird, ist es auch für Hunde mit gereiztem oder empfindlichem Verdauungstrakt gut verträglich. In einer Darmkur liefert es Energie, ohne den Darm zusätzlich zu belasten.

  • Schnelle Energie aus der Kokosnuss

    Mittelkettige Fettsäuren gelangen direkt zur Leber und stehen dort zügig als Energie bereit. Anders als lange Fettketten landen sie kaum im Fettdepot, sie werden rasch in nutzbare Energie umgesetzt.

  • Brennstoff fürs alternde Gehirn

    Mit den Jahren kann das Hundehirn Zucker schlechter als Energiequelle nutzen. Aus MCT entstehen Ketonkörper, die das Gehirn als alternativen Treibstoff annimmt. Studien an Seniorhunden zeigen hier positive Effekte auf die geistige Frische.

  • Aus natürlicher Quelle

    Das MCT in unseren Produkten stammt aus der Kokosnuss, einem der reichsten natürlichen Lieferanten mittelkettiger Fettsäuren. Ein Fett mit einer Herkunft, die du kennst und einordnen kannst.

STECKBRIEF

Was ist MCT?

MCT steht für mittelkettige Triglyceride, englisch medium-chain triglycerides. Das sind Fette, deren Fettsäuren eine mittlere Kettenlänge haben, meist mit acht bis zwölf Kohlenstoffatomen. Gewonnen werden sie überwiegend aus Kokosöl, das von Natur aus reich an diesen Fettsäuren ist.

Der Unterschied zu normalem Fett liegt in der Verarbeitung im Körper. Lange Fettketten müssen erst mühsam zerlegt und über die Lymphe transportiert werden. Mittelkettige Fettsäuren nehmen eine Abkürzung: Sie gelangen direkt über das Blut zur Leber. Weil dieser Weg so unkompliziert ist, belastet MCT auch einen empfindlichen oder gereizten Darm nur wenig, was es zu einer sinnvollen Zutat in einer Darmkur macht.

Unter MCT fasst man mehrere mittelkettige Fettsäuren zusammen, vor allem Capryl- (C8), Caprin- (C10) und Laurinsäure (C12). Besonders die Laurinsäure, die reichlich in der Kokosnuss steckt, ist interessant: Sie zeigt in Laborversuchen und in der Nutztierfütterung eine hemmende Wirkung auf bestimmte unerwünschte Darmkeime. Wie viel C12 in einem MCT steckt, hängt allerdings stark von Herkunft und Verarbeitung ab. Wichtig zur Einordnung: Diese Effekte sind bisher vor allem im Labor und bei Nutztieren beschrieben, nicht in Studien am Hund.

In der Leber werden die Fettsäuren schnell zu Energie oder zu sogenannten Ketonkörpern umgebaut. Diese Ketone sind auch der Grund, warum MCT in der Senior-Ernährung Beachtung findet: Das alternde Gehirn kann Zucker oft nicht mehr so gut verwerten, Ketone dagegen schon. In randomisierten Studien an älteren Hunden verbesserte eine MCT-haltige Fütterung messbar die kognitive Leistung.

Für uns als Hundemenschen ist MCT damit eine vielseitige Zutat: ein natürliches Fett aus der Kokosnuss, das den Darm schont und dessen Nutzen fürs alternde Gehirn sogar in Studien untersucht ist.

IN UNSEREN PRODUKTEN

Produkte mit MCT

IN DER PRAXIS

Anwendung bei Hunden

MCT ist ein Fett und liefert damit Kalorien. In den Mengen, in denen es in Ergänzungsfuttern steckt, ist das eingeplant, du solltest es aber im Hinterkopf behalten, wenn dein Hund auf sein Gewicht achten muss.

Wie bei jedem neuen Fett im Napf gilt: langsam herantasten. Eine zu schnelle, zu große Menge kann anfangs zu weichem Stuhl führen, bis sich der Verdauungstrakt daran gewöhnt hat. Gerade in einer Darmkur lohnt sich der ruhige Einstieg.

Und wie immer: MCT ist eine Unterstützung, kein Heilmittel. Bei anhaltenden Verdauungsproblemen oder deutlichen Altersveränderungen gehört dein Hund tierärztlich abgeklärt, statt das allein über das Futter regeln zu wollen.

UNSERE EINORDNUNG

Fazit

MCT aus der Kokosnuss ist ein vielseitiger Energielieferant. Seine mittelkettigen Fettsäuren werden besonders leicht aufgenommen, schonen so den Verdauungstrakt und liefern in Form von Ketonen einen Treibstoff, den auch ältere Gehirne gut nutzen können. In unserer Darmkur steht vor allem die gute Verträglichkeit im Vordergrund. Bei DOG1 schätzen wir MCT als natürliche, gut untersuchte Zutat, die an mehreren Stellen ihren Sinn hat.

ZUM NACHLESEN

Quellen & Studien

  1. Pan Y, Larson B, Araujo JA, Lau W, de Rivera C, Santana R, Gore A, Milgram NW (2010). Dietary supplementation with medium-chain TAG has long-lasting cognition-enhancing effects in aged dogs. British Journal of Nutrition, 103(12):1746-1754. 10.1017/S0007114510000097
  2. Pan Y, Landsberg G, Mougeot I, Kelly S, Xu H, Bhatnagar S, Gardner CL, Milgram NW (2018). Efficacy of a Therapeutic Diet on Dogs With Signs of Cognitive Dysfunction Syndrome (CDS): A Prospective Double Blinded Placebo Controlled Clinical Study. Frontiers in Nutrition, 5:127. 10.3389/fnut.2018.00127
  3. Jackman JA, Boyd RD, Elrod CC (2020). Medium-chain fatty acids and monoglycerides as feed additives for pig production: towards gut health improvement and feed pathogen mitigation. Journal of Animal Science and Biotechnology, 11:44. 10.1186/s40104-020-00446-1