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Krill für Hunde

Krill sind kleine, garnelenähnliche Krebstiere, die in riesigen Schwärmen die kalten Gewässer der Antarktis bevölkern. Sie stehen ganz am Anfang der marinen Nahrungskette und fressen Mikroalgen. Genau daher kommen ihre beiden wertvollsten Wirkstoffe: hochwertige Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA sowie das tiefrote Antioxidans Astaxanthin.

Im Unterschied zu klassischem Fischöl liegen die Omega-3-Fettsäuren im Krillöl überwiegend an Phospholipide gebunden vor. Diese Form ist für den Hundekörper besonders gut zugänglich und wird selbst bei fettarmen Mahlzeiten gut aufgenommen. Astaxanthin schützt die empfindlichen Fettsäuren zusätzlich vor Oxidation und liefert dem Körper eines der stärksten bekannten Antioxidantien obendrauf.

Bild von einem dunkel orangen pulverisierten Krillhäufchen.

EIGENSCHAFTEN

Vorteile von Krill

  • Omega-3 in Phospholipid-Form

    Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind im Krill an Phospholipide gebunden. Diese Form ist gut bioverfügbar und wird unabhängig vom Fettgehalt der Mahlzeit aufgenommen. Phospholipide sind selbst auch ein wichtiger Baustein der Zellmembranen.

  • Astaxanthin als starkes Antioxidans

    Astaxanthin ist ein rotes Carotinoid und eines der stärksten bekannten natürlichen Antioxidantien. Im Krillöl schützt es die Polyenketten der Omega-3-Fettsäuren vor Oxidation und kann im Körper Zellen vor oxidativem Stress bewahren.

  • Studien bei Sport- und Schlittenhunden

    In einer Studie an Alaska Huskies stieg unter Krillöl-Gabe der Omega-3-Index deutlich an. Außerdem wurden 55 Prozent weniger Entzündungsmarker nach Belastung gemessen und 52 Prozent höhere Cholin-Werte im Plasma.

  • Cholin als Bonus

    Die Phospholipide im Krillöl enthalten Phosphatidylcholin und liefern damit Cholin. Cholin ist wichtig für Leber, Nervensystem und Zellmembranen und ist gerade bei stark beanspruchten Hunden ein gefragter Nährstoff.

  • Nachhaltigkeit als Faktor

    Krillbestände in der Antarktis werden über den CCAMLR-Vertrag streng reguliert. Hochwertige Krillöl-Anbieter sind MSC-zertifiziert. Das macht Krill zu einer vergleichsweise nachhaltigen Omega-3-Quelle.

STECKBRIEF

Was ist Krill?

Antarktischer Krill (Euphausia superba) ist eines der zahlenmäßig größten Lebewesen der Erde. Die kleinen Krebstiere werden nur wenige Zentimeter groß und bilden Schwärme von Hunderten Millionen Tieren. Für die Ozeane sind sie eine zentrale Nahrungsquelle: Wale, Robben, Pinguine und viele Fischarten ernähren sich davon.

Für die Nahrungsergänzung wird aus dem Muskelgewebe der Krebstiere ein dunkelrotes Öl gewonnen. Es enthält neben EPA und DHA auch geringere Mengen anderer Omega-3-Fettsäuren, dazu Phospholipide, das Antioxidans Astaxanthin sowie das Vitamin Cholin. Die rote Farbe stammt vom Astaxanthin, das die Krilltiere aus Mikroalgen aufnehmen.

Im Vergleich zu klassischem Fischöl unterscheidet sich Krillöl in der chemischen Form der Omega-3-Fettsäuren. Bei Fischöl liegen sie meist als Triglyzeride oder Ethylester vor, bei Krillöl überwiegend phospholipidgebunden. Studien zur Bioverfügbarkeit beim Menschen zeigen, dass die Phospholipidform vor allem bei fettarmen Mahlzeiten besser aufgenommen wird. Hinzu kommt das natürlich enthaltene Astaxanthin, das im Fischöl in nennenswerter Menge nicht vorkommt.

IN UNSEREN PRODUKTEN

Produkte mit Krill

IN DER PRAXIS

Anwendung bei Hunden

Krillöl wird Hunden in flüssiger Form oder als Kapsel über das Futter gegeben. Die Dosierung richtet sich nach dem EPA/DHA-Gehalt des jeweiligen Produkts. Übliche Tagesmengen liegen bei etwa 50 bis 100 mg EPA+DHA pro kg Körpergewicht. Mit ersten Effekten auf Fell und Haut ist nach etwa 6 bis 8 Wochen zu rechnen, der volle Omega-3-Index baut sich über 3 bis 4 Monate auf.

Hunde mit einer bekannten Schalentierallergie sollten Krillöl nicht bekommen. Auch bei Hunden mit Blutgerinnungsstörungen oder vor geplanten Operationen ist Vorsicht geboten, da Omega-3-Fettsäuren die Blutgerinnung beeinflussen können. Bei Hunden unter Antikoagulanzientherapie sprich mit deinem Tierarzt. Krillöl sollte kühl, dunkel und luftdicht gelagert werden, damit die empfindlichen Fettsäuren nicht oxidieren.

UNSERE EINORDNUNG

Fazit

Bei DOG1 ist Krill einer unserer Favoriten unter den Omega-3-Quellen. Phospholipidgebundene Fettsäuren, natürliches Astaxanthin und ein Plus an Cholin in einem Rohstoff, das gibt es so kein zweites Mal. Ein Wundermittel ist Krill nicht. Für Hunde, die Omega-3 gut vertragen und bei denen wir auf Bioverfügbarkeit, Zellschutz und Nachhaltigkeit Wert legen, ist er für uns aber oft die erste Wahl, gerade bei Sporthunden, Hunden im Fellwechsel oder älteren Tieren.

ZUM NACHLESEN

Quellen & Studien

  1. Pateiro M., Domínguez R., Pateiro L., et al. (2025). Health promoting benefits of krill oil: mechanisms, bioactive combinations, and advanced encapsulation technologies. Food Production, Processing and Nutrition, Vol. 7, Article 11. 10.1186/s43014-024-00301-0
  2. Backes J., Anzalone D., Hilleman D., Catini J. (2016). Krill Oil for Cardiovascular Risk Prevention: Is It for Real?. Lipids in Health and Disease, Vol. 15, Article 118. 10.1186/s12944-016-0286-4
  3. Colletti A., Cravotto G., Citi V., et al. (2021). Advances in Technologies for Highly Active Omega-3 Fatty Acids from Krill Oil: Clinical Applications. Marine Drugs, Vol. 19, Issue 6, Article 306. 10.3390/md19060306
  4. Krzysik M., Stelmasiak A., Lemiesz E., et al. (2024). Enhanced absorption of omega-3 fatty acids from a novel krill oil-derived phospholipid formulation compared to fish oil ethyl esters: A randomized, two-way crossover pharmacokinetic study. PharmaNutrition, Vol. 30, Article 100416. 10.1016/j.phanu.2024.100416
  5. Yang Y., Pham T. X., Lee J. Y. (2025). Interactions of Astaxanthin and Omega-3 Fat in Health and Disease. Nutraceuticals, Vol. 4, Issue 3, Article 39. 10.3390/nutraceuticals4030039