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Amaranth für Hunde

Schon die Inkas und Azteken nannten Amaranth „die Pflanze, die niemals stirbt" und schätzten ihn als heiliges Korn. Heute wissen wir mehr darüber, warum die kleinen goldenen Körner so wertvoll sind: Sie stecken voller hochwertiger Proteine, Mineralstoffe und Antioxidantien.

Für deinen Hund besonders interessant ist der Spermidin-Gehalt. Spermidin ist ein körpereigener Wirkstoff, der bei der Zellerneuerung mitwirkt und mit zunehmendem Alter natürlicherweise abnimmt. Wenn dein Hund älter wird, kann zusätzliches Spermidin über die Nahrung diesen Rückgang abfedern und die Zellgesundheit deines Vierbeiners unterstützen.

Bild von einem Häufchen Amaranth

EIGENSCHAFTEN

Vorteile von Amaranth

  • Natürliche Spermidin-Quelle

    Amaranth zählt zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit nennenswertem Spermidin-Gehalt. Spermidin ist ein körpereigener Wirkstoff, der mit zunehmendem Alter abnimmt und über die Nahrung wieder aufgefüllt werden kann. Studien dazu kommen bisher überwiegend aus der Humanforschung und aus Tiermodellen, bei Hunden ist die Forschungslage noch jung.

  • Hochwertiges Pflanzeneiweiß

    Amaranth-Körner enthalten 14 bis 19 Prozent Eiweiß mit einem ausgewogenen Aminosäureprofil. Besonders Lysin und Methionin sind reichlich vorhanden, also Aminosäuren, die in vielen anderen Getreidesorten fehlen.

  • Glutenfrei und gut verdaulich

    Als Pseudogetreide enthält Amaranth kein Gluten und kann eine sanfte Option für Hunde mit empfindlichem Magen sein. Die Verdaulichkeit der Amaranth-Proteine liegt bei etwa 79 bis 97 Prozent.

  • Antioxidative Begleitstoffe

    Neben Spermidin liefert Amaranth Squalen, Tocopherole (Vitamin E), Phytosterole und Flavonoide. Diese Pflanzenstoffe können oxidativen Stress in den Zellen abfangen und so das körpereigene Schutzsystem unterstützen.

  • Mineralstoff-Profil

    Eisen, Magnesium, Calcium und Phosphor sind in Amaranth-Körnern reichlich enthalten. Damit kann das Pseudogetreide einen Beitrag zur Grundversorgung mit wichtigen Mineralien leisten.

STECKBRIEF

Was ist Amaranth?

Amaranth (Amaranthus) ist botanisch betrachtet ein Pseudogetreide und kein echtes Getreide. Die kleinen, leicht goldenen Körner stammen aus den Anden und gehörten dort schon vor über 8.000 Jahren zu den Grundnahrungsmitteln der Inkas, Azteken und Mayas. Sie schätzten ihn als heilige Nahrung mit besonderer Lebenskraft.

Botanisch ist Amaranth eng mit Quinoa, Buchweizen und Hirse verwandt. Heute wird er weltweit angebaut und gilt als robuste, anspruchslose Kulturpflanze, die auch bei Trockenheit und Hitze gute Erträge liefert.

Sein besonderer Wert liegt in der Zusammensetzung: 14 bis 19 Prozent hochwertiges Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe sowie Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Calcium. Hinzu kommen bioaktive Pflanzenstoffe wie Squalen, Tocopherole und das Polyamin Spermidin. Wichtig zu wissen: Für Hunde sind nur die Samen und Körner geeignet. Die Blätter und Grünteile der Amaranth-Pflanze enthalten Oxalate und Nitrate, weshalb sie nicht in den Hundenapf gehören.

IN UNSEREN PRODUKTEN

Produkte mit Amaranth

IN DER PRAXIS

Anwendung bei Hunden

Amaranth-Körner werden für Hunde in der Regel als feines Pulver oder gekocht über das normale Futter gegeben. Im rohen Zustand sind die Körner schwer verdaulich, deshalb sollten sie immer hitzebehandelt oder gemahlen verarbeitet werden. Eine kleine Tagesmenge reicht aus, da Amaranth nährstoffdicht ist.

Verfüttere ausschließlich die Samen oder daraus gewonnene Produkte. Die grünen Pflanzenteile (Blätter, Stängel) enthalten Oxalate und sind für Hunde nicht geeignet. Bei Hunden mit bekannten Vorerkrankungen wie Nierenproblemen oder bei trächtigen Hündinnen solltest du vor der ersten Gabe deinen Tierarzt um Rat fragen.

UNSERE EINORDNUNG

Fazit

Bei DOG1 schätzen wir Amaranth, weil er gleich mehrere Bausteine in einem Korn vereint: hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe, Antioxidantien und Spermidin. Gerade die Spermidin-Komponente macht ihn für ältere Hunde interessant, deren körpereigene Werte mit dem Alter natürlicherweise sinken. Ein Wundermittel ist Amaranth nicht. Was er kann: solide Grundversorgung mit einem Plus an Wirkstoffen, die in der aktuellen Alterungsforschung viel Aufmerksamkeit bekommen. Für uns gehört er zu den ehrlichen Bausteinen.

ZUM NACHLESEN

Quellen & Studien

  1. Eisenberg T., Knauer H., Schauer A., et al. (2009). Induction of autophagy by spermidine promotes longevity. Nature Cell Biology, Vol. 11, Issue 11, pp. 1305-1314. 10.1038/ncb1975
  2. Madeo F., Bauer M. A., Carmona-Gutierrez D., et al. (2019). Spermidine: a physiological autophagy inducer acting as an anti-aging vitamin in humans?. Autophagy, Vol. 15, Issue 1, pp. 165-168. 10.1080/15548627.2018.1530929
  3. Kiechl S., Pechlaner R., Willeit P., et al. (2018). Higher spermidine intake is linked to lower mortality: a prospective population-based study. American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 108, Issue 2, pp. 371-380. 10.1093/ajcn/nqy102
  4. Baraniak J., Kania-Dobrowolska M. (2022). The Dual Nature of Amaranth—Functional Food and Potential Medicine. Foods, Vol. 11, Issue 4, Article 618. 10.3390/foods11040618
  5. Muñoz-Esparza N. C., Latorre-Moratalla M. L., Comas-Basté O., et al. (2019). Polyamines in Food. Frontiers in Nutrition, Vol. 6, Article 108. 10.3389/fnut.2019.00108